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Superfood Radieschenblätter

5. Juni 2022 | Leckereien

Ich liebe Radieschen. Sie lassen sich so wunderbar zwischendurch essen und schmecken lecker auf Brot und im Salat, nehmen mir durch die Schärfe den Appetit auf Süßes und sind zudem gesund und kalorienarm.  Bei mir sind sie Standard im Einkaufswagen. Die Blätter habe ich bisher allerdings immer weggeworfen. Ich hatte ja keine Ahnung, was für ein Superfood das ist.  Du etwa?

Wie Radieschen selbst enthalten die Blätter vor allem Senföle. Diese helfen dem Körper bei der Abwehr von Bakterien und Viren. Daneben sind sie ein hervorragendes Präbiotikum (Probiotika kennen die meisten von uns. Sie verdrängen „schlechte“ Darmbakterien und stärken das Immunsystem. Damit probiotische Bakterien im Darm aber überhaupt überleben können, benötigen sie Präbiotika. Das sind unverdauliche Nahrungsbestandteile). Die Blätter enthalten auch Vitamin C und Kalium, sie binden Fett, senken den Blutdruck und den Cholesterinspiegel.

 

Das Schöne ist, dass sich Radieschen sehr leicht auf den Balkon selbst züchten lassen: einfach Erde in den Topf, Samen rein, gießen und schon sprießt es – fast wie bei Kresse.Ein bisschen gewöhnungsbedürftig sind die beharrten Blätter. Willst du diese vermeiden, sortiere die großen Blätter aus, die kleineren Jüngeren haben noch nicht so einen Pelz.

 

Vorsicht bei Leaf-to-root-Trend

 

Radieschenblätter kann man roh oder gekocht essen. Sie schmecken sehr würzig. Man sollte nur darauf achten, dass sie frisch sind und keine welken Blätter haben. Das größere Problem aber ist die Pestizidbelastung: Ein deutschlandweites Projekt zur Untersuchung von Pflanzenschutzmittelrückständen (den genauen Artikel hierzu findest du hier) stellte fest, dass bei Radieschen 27,1 %, aber bei den Blättern nur 2,9 % rückstandfrei waren. D.h. der tolle gesundheitliche Effekt ist schnell wieder aufgehoben, wenn ich da nicht auf unbehandelte Ware zurückgreifen kann.

 

Leckeres Pesto aus Radieschenblättern

Als Pesto wird aus dem vermeintlichen Abfallprodukt eine tolle Alternative zum Basilikum-Pesto. Hier ein Rezept dazu:
1 Bund Radieschenblätter
1 Knoblauch
2 EL Pinienkerne
30 g geriebener Parmesan
100 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer
1 TL Zitronensaft

Die Blätter gut waschen und trocken schütteln. Dann den Knoblauch schälen und pressen.Die Pinienkerne in einer heißen Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze 3 Minuten anrösten. Alles mit einem Mixer fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

P.S. Es gibt neben den giftigen Blättern von Rhabarber, Kartoffeln, Tomaten, Bohnen oder Gurken viele weitere Gemüseblätter, die essbar sind und vor Vitaminen und Mineralien triefen, z.B. die der roten Bete, von Kohlrabi, Fenchel, Brokkoli und Sellerie. Bei Möhren spart man sich die Petersilie, nimmt man das Kraut dazu. Aber auch hier gilt: Auf Bio-Qualität achten.

Bilder: aerogondo von Getty Immages für Canva

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