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Superfood – nur ein Werbetrick?

18. September 2022 | Spannende Fakten über..., Leckereien

„Spirulina? Was soll das denn sein?“ Vor dem Bioregal im Supermarkt stehend muss ich erstmal das Handy zücken und googlen. Und nicht nur dieser Begriff ist mir unbekannt: Viele Hersteller werben in den letzten Jahren vermehrt mit besonders gesunden und exotisch klingenden Inhaltsstoffen, sog. Superfoods. Wir alle werden permanent damit konfrontiert. Aber hast du dich schon mal genauer damit beschäftigt?

Was ist denn ein Superfood eigentlich genau?

Der Begriff ist tatsächlich nicht genau definiert, aber meistens sind damit Lebensmittel gemeint, die einen hohen gesundheitlichen Nutzen haben. Sie enthalten z.B. besonders viele Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe etc.) oder Antioxidantien.Vermarktet werden sie gerne als Lebensmittel mit Superkräften, die Heilung und Körperfunktionen unterstützen oder auch beim Abnehmen helfen sollen.

Hier sind die bekanntesten Superfoods kurz erklärt:

Spirulina: getrocknete Mikroalge, die als Pulver verkauft wird (sehr eiweißreich, viele Vitamine)
Acai-Beeren: blaue Beeren aus Brasilien, nur die Haut ist essbar (hoher Gehalt an Antioxidantien)
Chia Samen: Früchte der Chia Pflanze, ursprünglich aus Mexiko (viel Eiweiß und Ballaststoffe)
Goji-Beeren: kleine rote Beeren aus China (Eisenquelle und viele Antioxidantien)

Nur ein Werbetrick?

Keine Frage, in den letzten Jahren ist ein immer größeres Bewusstsein für Ernährungsfragen entstanden, Veganismus und Vegetarismus sind längst keine Seltenheit mehr. Da ist es auch kein Wunder, dass man bei der Vermarktung von Lebensmitteln den Gesundheitsfaktor stark hervorhebt. Steckt dann hinter dem Aufdruck „Superfood“ überhaupt ein gesundheitlicher Vorteil? Jein.

Inzwischen finden sich Acai-Beere und Co häufig auch in stark verarbeiteten Produkten, wie Drinks und Pulvern. In diesen Fällen kann man sich sicher sein, dass der gesundheitliche Nutzen kaum noch vorhanden ist.

Im kaum oder nicht verarbeiteten Zustand hingegen können sie eine gute Ergänzung sein. Bei einer ausgewogenen Ernährungsweise und in kleinen (!) Mengen können sie durchaus einen positiven Effekt haben, ein Wundermittel sind sie allerdings nicht.

Heimische Superfoods?

Beim Kauf von als Superfood vermarkteten Produkten kann man eine Menge Geld lassen. Auch über den Nachhaltigkeitsaspekt sollte man sich Gedanken machen, denn die Superfoods werden meist aus anderen Ländern importiert. Wie der Verbraucher-Service Bayern  schreibt, ist die Schadstoffbelastung beim Anbau der Pflanzen oft sehr hoch. In den Anbauländern kommt es u.a. zu Trinkwassermangel und Waldrodungen für Anbauflächen.

Alles Gründe sich nach lokalen Superfood-Alternativen umzuschauen, denn auch Deutschland hat einiges an sehr gesunden und natürlichen Lebensmitteln zu bieten.

Auf meinem Blog habe ich schon über Blaubeeren und Radieschenblätter berichtet. Grünkohl hat einen hohen Eisen- und Proteingehalt, Haferflocken sind reich an Ballaststoffen und schwarze Johannisbeeren haben genauso viele Vitamine wie die Goji-Beeren und sogar weniger Kalorien.

Die Liste an heimischen Superfoods ist noch viel länger, welche kennst du? Ich freue mich über einen Austausch in den Kommentaren!

Bild für canva: @baibaz von Getty Images Pro

Kommentare zu: 'Superfood – nur ein Werbetrick?'

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